Wie die shz am 24. Februar 2026 berichtet, liegt für Kollmar ein erster konkreter Antrag für neue Windräder zwischen Bielenberg und Strohdeich vor. Eine Entscheidung steht noch aus, doch die Beratung in der Gemeindevertretung ist bereits terminiert.
Die Bürgerinitiative sieht das Verfahren kritisch – nicht grundsätzlich wegen der Windenergie, sondern wegen des Tempos und der Vorgehensweise.
Worum geht es konkret?
Im Gemeindegebiet kommen insgesamt fünf Flächen für Windenergie infrage:
• zwei landesplanerisch ausgewiesene Vorranggebiete, auf die die Gemeinde nur begrenzten Einfluss hat,
• sowie drei sogenannte Potenzialflächen, darunter die Fläche zwischen Bielenberg und Strohdeich.
Nach Auffassung der Initiative hätte Kollmar durch die beiden Vorranggebiete sein rechnerisches Soll bereits erfüllt. Die zusätzliche Prüfung weiterer Flächen müsse daher besonders sorgfältig und transparent erfolgen.
Kritik am Verfahren
Viele Bürgerinnen und Bürger fühlten sich von der Entwicklung überrascht. Der Eindruck sei entstanden, dass Entscheidungen vorbereitet werden, bevor eine breite Information und Diskussion stattgefunden habe.
Die Initiative fordert deshalb:
• frühzeitige und nachvollziehbare Information,
• transparente Abwägung aller Belange,
• echte Bürgerbeteiligung vor einer Beschlussfassung,
• und eine sachliche Diskussion ohne Zeitdruck.
Gerade bei Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen auf Landschaftsbild, Natur- und Tierschutz sowie das Zusammenleben im Ort müsse Transparenz vor Tempo stehen.
Unterstützung durch den Naturschutz
Auch der BUND Kreis Steinburg hat den ersten Antrag kritisch bewertet und auf mögliche Auswirkungen auf die Kulturlandschaft der Kollmarer Marsch hingewiesen.
Ziel: Gemeindefrieden bewahren
Die Bürgerinitiative betont ausdrücklich, nicht grundsätzlich gegen Windenergie zu sein. Ziel sei es vielmehr, eine ausgewogene, rechtssichere und nachvollziehbare Entscheidung zu ermöglichen – im Interesse des Gemeindefriedens und einer tragfähigen Lösung für Kollmar.
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